The Hans Rausing Endangered Languages ProjectThe Hans Rausing Endangered Languages Project   The Hans Rausing Endangered Languages Project

Sophie Salffner

PhD Student

English | Deutsch

Sophie studied English, German as a Foreign Language and Eastern European Studies in Bielefeld University in Germany. She got her first taste of language documentation and linguistic fieldwork when she worked as an assistant in the Bielefeld Phonetics Lab and went along to short visits to Ivory Coast and to Nigeria. There she helped documenting the endangered Ivorian language Ega and the Nigerian language Nkari. To hear some Ega have a look at Survival Ega.

In 2004-2005 Sophie completed her MA in Language Documentation and Description at SOAS and wrote her thesis on how people use computer tools when they describe and document languages.

In 2005, Sophie started working on the documentation and description of Ikaan, a dialect of Ukaan spoken in five villages in Southwestern Nigeria. Sophie has since lived in the village Ikakumo for ten months, where she was given a tremendously warm welcome by the Akaan people. She has started speaking Ikaan language and keeps making plenty of mistakes, has helped peeling cassava and cut her finger doing so, carried water on her head and got thoroughly splashed and ate lots of pounded yam with vegetable soup.

For her PhD research, Sophie works on tone in the Ikaan phonology, lexicon and grammar. She has described Ikaan as a two-tone plus downstep language where tone plays an important role in the phonology, morphology, syntax, semantics and pragmatics and at the interfaces between these levels. In addition, she has found that the tonal behaviour of Ikaan is quite unusual, for example in that Ikaan has downstep after floating low tones but no downstep after overt low tones. For her research Sophie works with structured linguistics questionnaires, descriptive texts such as how to prepare anti-malarial tea, stories, proverbs, riddles, conversations, songs and phrases she overhears in village life. This data is used for the PhD proper but will also be incorporated into the language documentation project.

During the 2006/07 field trip, the Akaan and Sophie worked together on a small booklet of Ikaan proverbs, riddles and a story written in a trial orthography that is currently being discussed in Ikakumo.

English

Sophie hat an der Universität Bielefeld Anglistik, Deutsch als Fremdsprache und Osteuropastudien studiert. Nebenbei arbeitete sie als studentische Hilfskraft im Phonetiklabor und hörte dort zum ersten Mal von bedrohten Sprachen und linguistischer Feldforschung. Daraufhin fuhr sie mit zu kurzen Feldforschungsreisen in die Elfenbeinküste und nach Nigeria und half dort bei der Dokumentation von Ega und Nkari. Interessierte Ohren können hier ein bißchen Ega hören.

Anschließend machte Sophie in London ein Aufbaustudium in Sprachdokumentation und Sprachbeschreibung und untersuchte in ihrer Masterarbeit, wie LinguistInnen bei der Dokumentation von Sprachen Computer einsetzen.

Seit 2005 ist Sophie Doktorandin im Bereich Feldlinguistik. Sie beschäftigt sich mit der Dokumentation und Beschreibung von Ikaan, einem Dialekt der Sprache Ukaan, die in fünf kleinen Dörfern im Südwesten Nigerias gesprochen wird. 2006-08 verbrachte Sophie zehn Monate in Ikakumo, einem der fünf Dörfer, und wurde dort von den Akaan sehr herzlich aufgenommen. Sie spricht mittlerweile ein bisschen Ikaan, macht dabei aber noch immer ganz viele Fehler. Sie hat den Frauen beim Kassava schälen geholfen und sich dabei in den Finger geschnitten, hat Wassereimer auf dem Kopf nach Hause getragen und ist dabei klitschnass geworden und hat fast jeden Abend gestampften Yams mit Gemüsesoße gegessen.

Für ihre Doktorarbeit erforscht Sophie das Tonsystem von Ikaan, sowohl auf der phonologischen also auch der morphosyntaktischen Ebene. Sie analysiert Ikaan als eine Sprache mit zwei Tönen und Downstep, in der Ton überall in der Grammatik beteiligt ist, angefangen bei Phonologie über Morphosyntax bis hin zu Semantik und Pragmatik. Sophie arbeitet mit Fragebögen, Beschreibungen von Arbeitsvorgängen, Geschichten, Rätseln, Sprichwörtern, Gesprächen, Liedern und mit Gesprächsfetzen, die sie im Dorf aufschnappt. Die Daten, die sie aufnimmt, werden sowohl für die eigentliche Doktorarbeit verwendet als auch für das weiterführende Sprachdokumentationsprojekt.

Während der Feldforschung 2006-07 arbeiteten die Akaan und Sophie gemeinsam an einem kleinen Buch mit Rätseln, Sprichwörtern und einer Geschichte auf Ikaan. Da Ikaan bisher aber von kaum jemandem geschrieben wird, ist dieses Büchlein in einer Proberechtschreibung verfasst, die gerade in Ikakumo diskutiert wird.